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Mittwoch, 29. September 2010

Review des IBM Web Take-Off - Teil 3: Die Mensch-Maschine Beziehung und ihre Folgen

Ein Höhepunkt des IBM Web Take-Off 2010 war sicherlich der Vortrag von Ibrahim Evsan, der über den Kulturwandel, der durch die sozialen Medien initiiert wurde referierte und weitere höchst interessante Einblicke in die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen gab.

Ist der Onliner ein neuer Mensch? Dies war die erste Frage die Ibrahim Evsan aufrief. Der Onliner, so Evsan, liebt digitale Geräte, versteht den Begriff des Sharing, verfügt über viele Online Profile sowie viele Follower und vernetzt sich so mit Menschen rund um den Globus.

Der Mensch als solches hat laut Evsan eine unermüdliche Datensammelsucht entwickelt. Dies zeigt sich auch an der Entwicklung der Festplattengrößen die sich alle 2 Jahre verdoppelt. Die Festplatten sind dazu sehr günstig und kosten so wenig, dass der eigentliche Wert nicht die Festplatte darstellt, sondern die Daten die darauf gespeichert sind.

Wir leben zunehmend in einer vernetzten Welt. Wer sich in sozialen Netzwerken aufhält, der vernetzt sich mit anderen Menschen virtuell. Sei dies nun Facebook, welches heute mehr Seitenaufrufe einzelner Nutzer hat wie Google, oder andere Plattformen wie Twitter, Posterous,  FriendFeed, etc. Dies führt zwangsweise zu einer Art von Selbstvermarktung, die der Onliner bewusst oder unbewusst entwickeln und steuern kann. Der digitale Auftritt kann sich so zur persönlichen Visitenkarte des “modernen” Menschen entwickeln. Wichtig ist dabei, dass man auch ein Statement macht, wenn man keinen digitalen Auftritt im Netz besitzt.

Die aktuellen Entwicklungen führen dazu, dass Online und PC Inhalte immer mehr ineinander verschwimmen. Content wird zunehmend online gespeichert und mit Mitmenschen geteilt. Googles neues Betriebssystem Chrome OS, welches sich gerade in der Entwicklung befindet, setzt ganz stark auf diese neue Form der Datenspeicherung, in dem es sich als Betriebssystem ganz dem Cloud Computing widmet. Dies führt auch dazu, dass es immer einfacher wird Informationen sehr schnell einer breiten Masse von Menschen zur Verfügung zu stellen. Dazu wird die Herkunft des Onliners immer unbedeutender, was die Menschen online verbindet sind die gemeinsamen Interessen. Man kann sagen, dass die Computerwelt Einzug in das reale Leben und damit in alle Lebensbereiche erhalten hat und wir durch die fortschreitende Technik immer Online sind. Der Mensch wird somit zunehmend von der Maschine umhüllt, man könnte auch sagen er geht eine Symbiose mit der Maschine ein.

Eine weitere Frage die Ibrahim Evsan aufrief waren die zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich.
Evsan beschrieb das Streben von Facebook die Herrschaft im Web zu übernehmen. So ist Facebook schon heute die Internetseite mit den meisten Besuchern pro Tag und der höchsten Verweildauer im Netz. Zusammen mit der Suchmaschine Bing wird man in Zukunft noch stärker das Thema “Suche” bearbeiten, was als direkter Angriff auf Google verstanden werden kann. Dazu möchte Facebook eine eigene Währung einführen, mit der man im Netz und auf Facebook bezahlen kann. Bei Heute schon 500 Millionen Nutzern hätte dies sicherlich enorme Auswirkungen auf den gesamten Zahlungsverkehr im Netz.

Google wiederum plant für die Zukunft selbst große Entwicklungen. So versucht man mit dem Betriebssystem Android die Vormachtstellung auf dem Smartphone Sektor zu erlangen. Im Sommer will man zum Buchhändler werden und hat dafür schon einen Großteil der erschienen Literatur digitalisiert. Das Wissen der Welt gespeichert von Google. Im Herbst startet zudem Google TV, dafür stellt man Chipsätze über YouTube zu Verfügung. Dazu entwickelt man noch an einer iTunes Alternative. Viel wichtiger bzw. bedeutender ist aber, dass Google momentan in Europa an 32 Serverparks baut und somit quasi eine Monopolfalle schafft. Denn jeder dieser Serverparks ist größer und leistungsfähiger als der beste Serverpark der Telekom. Würde man morgen versuchen mit Google gleichzuziehen und die benötigte Menge an Servern auf dem Weltmarkt versuchen zu bestellen, so müsste man trotzdem mindestens 5 Jahre auf die Auslieferung warten. Ein unschätzbarer Vorteil den sich Google hier schafft!
Ein weiterer Schritt von Google in Richtung mehr Dominanz ist der Versuch mit Facebook in Konkurrenz zu treten. Der erste Versuch mit Google Buzz ist allerdings grandios gescheitert, denn in diesem Bereich zählen nicht nur das Produkt und seine Features, sondern auch Softfacts wie Lifestyle, Vereinfachung und Ästhetik.

Aber auch Apple hat sich in den Kampf um die Vormachtstellung der digitalen Medien eingemischt. So ließ sich Apple diverse Bewegungen mit Hilfe derer man Produkte wie das iPhone oder iPad bedienen kann patentieren. Apple sieht in diesen Bewegungen die Zukunft der Märkte und hat schon begonnen andere Hersteller von Smartphones die sich dieser Bewegungen auch bedienen zu verklagen. Dazu drängt Apple mit Nachdruck auf Googles große Domäne der Online-Werbung (iAd).

Ein großes Problem dieser ganzen Entwicklungen ist das Thema des Datenschutzes. Ein Thema das vor allem in Europa stark ausgeprägt ist und das bei Europäern einen ganz anderen Stellenwert besitzt wie zum Beispiel in den USA. Für Amerikaner wie Facebook Gründer Mark Zuckerberg scheint dies völlig unverständlich zu sein, anders sind seine Äußerungen zu diesem Thema nur schwer zu erklären. “Wo Deutschland. noch aufklärt, denken die USA und Asien über Fortschritt nach.” Generell scheint das Thema des Datenschutzes bei der jüngeren Bevölkerung auch in Deutschland weniger stark ausgeprägt zu sein, auch wenn hier evtl. davon auszugehen ist, dass man sich in jüngeren Jahren weniger mit solchen Themen beschäftigt.

Ein anderes Thema auf welches Ibrahim Evsan kurz einging, ist die Frage wem das Internet gehört. Die wichtige Infrastruktur des Internets läuft für einen Großteil der Welt über die USA. Europa besitzt keine eigene Infrastruktur, dies kann als suboptimal gelten, hängt man doch so am Tropf der USA und ist bei sämtlichen Entwicklungen vom Wohlwollen derer abhängig. China andererseits scheint hier aus verschiedenen Gründen nicht gewillt gewesen zu sein, diese Entwicklung weiter zu verfolgen und baut nun sein eigenes Internetnetz auf. Ein Vorhaben, das unserer Meinung und wohl auch der Meinung von Evsan der europäischen Union gut zu Gesicht stehen würde.

Zum Abschluss seines Vortrags gab Ibrahim Evsan noch eine Tipps und Leitsätze, um sich in der digitalen Welt zurecht zu finden und nicht zu verlieren:

  1. Simpel denken (weniger ist mehr, einfach & verständlich, agil sein)
  2. Exzellenz zeigen (Liebe zum Detail, Ausdauer, Nachhaltigkeit)
  3. Vernetzung (Die Botschaft ist man selbst nicht die Maschinen)
  4. Mentalität ändern ( Open Mind, Open Source, Open Culture, Aufklärung)
  5. Bewusster Umgang mit dem Netz

Der zentrale Aufruf von Ibrahim Evsan an die Anwesenden war, dass wir die wahre Innovationskraft der digitalen Welt verstehen lernen müssen, um in ihr bestehen zu können!

Wer sich das Pre-Interview zum Event von Ibrahim Evsan anschauen möchte, kann dies auf hier tun, oder ganz allgemein seinen Blog aufsuchen. Die Präsentation zu seinem Vortrag finden man hier.

Review des IBM Web Take-Off - Teil 3: WebSphere Portal - die nächste Generation & Mobile Endgeräte sind überall - deshalb das mobile Portal

In unserem dritten Teil der Zusammenfassung des IBM Web Take-Offs werfen wir einen kurzen Blick auf die beiden Vorträge "WebSphere Portal - die nächste Generation" und "Mobile Endgeräte sind überall- deshalb das mobile Portal". Abschließend widmen wir uns im zweiten Post ausführlich der Präsentation von Ibrahim Evsan “Die Mensch-Maschine-Beziehung und Ihre Folgen”.


Die Portal Familie ist ein strategischer Bestandteil von IBM Project Northstar, in dem Produktgrenzen im Portal zunehmend verschwimmen bzw. zusammenwachsen. Das Webshpere Portal bringt die Technologiefelder, Services und industriespezifischen Bedürfnisse in einer zusammenhängenden und bedienbaren Erweiterung zusammen. Es wird erwartet dass dieser Mix die modernen Extranets für die nächsten 3-5 Jahre dominieren wird.  Neue schrittweise zusammengefügte Angebote erlauben eine beschleunigte Entfaltung von differenzierten, kundenbezogenen Erfahrungen. Das WebSphere Portal repräsentiert gleichzeitig IBM’s Bemühungen allen alternativen Wettbewerbern auf dem Gebiet der “Exceptional Web Experience” einen Schritt voraus zu sein.

Im folgenden wurde das WebSphere Portal v7.0 und das Lotus Web Content Management v7.0 vorgestellt, auf dessen Elemente wir nicht näher eingehen werden, sondern lediglich kurz die einzelnen Bestandteile nennen:

  • Seamless convergence of Web Portal and Web content management
  • Socially-Infused Web experiences with out-of-box Blogs and Wikis with Tagging
  • Community content value measurement enabled by Ratings
  • Ubiquitous Web experience development with new IBM Hub Integration capability
  • In-line business user content management via Rich Editor enhancements and Lotus® Symphony™ integration
  • Enhanced Web analytics support for greater insight into user behavior
  • Virtualization support increases deployment/cost-of-ownership flexibility
  • Faster custom Web experience development with new WebSphere Portlet Factory V 7.0


Dass die Mobilität eine größere Wichtigkeit erlangt sieht man daran, dass mobile Lösungen sogar in einer schwachen Wirtschaft ein großes Potenzial vorweisen können. Angereicherte mobile Services ermöglichen es Nutzern ihre verschiedenen beruflichen Aufgaben ortsunabhängig miteinander zu verknüpfen. Diese mobilen Geräte ermöglichen ein Kostenreduzierungspotenzial während die verbesserte und schnellere Reaktionszeit den Unternehmen hilft im Wettbewerb mit ihren Konkurrenten einen Vorteil zu erlangen.

Das größte Problem dabei ist, dass verschiedene mobile Endgeräte auch verschiedene Möglichkeiten der Darstellung bieten und es dadurch sehr kompliziert werden kann, Kunden auf ihren Handys eine optimale Darstellung der Inhalte zu ermöglichen.

Das Ziel von IBMs Exceptional Web Expercience ist es, dass die Geräte sich nicht an die Webseite anpassen müssen, sondern sich die Webseite an das Gerät anpasst. Dazu hat IBM eine Vielzahl von kleinen und cleveren Helfern unter dem Namen “IBM Mobile Portal Accelerator” entwickelt, wie bspw. die WebSphere Portal Extension, das Mobile Portal Toolkit und die Mobile Device Update Services.

Im Weiteren wurde auf die Mobile Device Themes, auf den WebSphere Portlet Factory Profiling Service, die Mobile Portal Architektur, verschiedene Richtlinien sowie verschiedene Kundenreferenzen eingegangen.

Freitag, 24. September 2010

Review des IBM Web Take-Off - Teil 2: Kundenservicecenter Portal der ENSO AG

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellten die Vertreter der TwentyOne AG, Hagen Ziemer und Gerd Zülsdorf, anhand des Fallbeispiels der ENSO Energie Sachsen Ost AG die Implementierung einer Portallösung für deren Kundenservicecenter vor.

ENSO setzt strategisch auf eine Portallösung für ihr Kundenservicecenter um zum einen die Effizienz ihrer Beratung zu optimieren und damit in Konsequenz die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. In der Energiewirtschaft hat es die ENSO AG und ihre Angestellten mit vielen verschiedenen Partnern zu tun. Es gibt sowohl eine Vielzahl externer Partner, wie auch viele verschiedene Netzbetreiber und Lieferanten. Dies führt zu einem äußerst komplexen System an Kundenbeziehungen, welches ohne Hilfe von modernen Softwarelösungen für die Mitarbeiter nur noch schwer zu durchblicken und behandeln ist. 

So entwickelte ENSO eine Vision und leitete daraus Ziele aus Geschäftssicht und Mitarbeitersicht ab. 

Ziele aus Geschäftssicht:
  • Zentraler Zugang zu Geschäftsprozessen
  • Zusammenführung von Information
  • Vereinfachung von Prozessen
  • Vermeidung von Medienbrüchen
  • Reduzierung von Systemschritten
Ziele aus Mitarbeitersicht:
  • Einheitliche Benutzeroberfläche und intuitive Bedienung
  • Hohe Benutzerakzeptanz
  • Mehrwert für tägliche Arbeit
Also Zusammengefasst ein System für verschiedene Anwendungsfälle, dass die Mitarbeiter optimal unterstützt.

So wurde in Zusammenarbeit mit der TwentyOne AG eine Evaluierung der verschiedenen Portallösungen gemacht und im Speziellen das SAP Enterprise Portal und das IBM Websphere Portal miteinander verglichen. Vor allem wurde abgeklopft, welche Portallösung die Ziele der ENSO AG am besten bewerkstelligen kann. Aus diesem Prozess ging letztlich Websphere als Sieger hervor.

Im so genannten Dresdner-Modell erarbeiteten anschließend IBM, TwentyOne und SNS in Zusammenarbeit mit der ENSO AG den Aufbau und die Funktionen des Portals. Bei ENSO ist man heute zufrieden mit dem Ergebnis, denn die erreichten Ziele lesen sich beeindruckend:
  • Einheitliche Benutzeroberfläche
  • 360 Grad Sicht auf Kundeninformationen über eine einzige Suchanfrage
  • Reduzierung des Schulungsaufwands
  • Prozessbeschleunigung
  • Erhöhung der Endbearbeitungsquote im Kundenservicecenter
Dies führte dazu, dass die Qualität des Kundenservice gesteigert werden konnte und damit auch die Zufriedenheit der Kunden mit der Servicequalität gestiegen ist und weiter steigt.

Die Präsentation zum Vortrag kann hier gefunden werden.

Review des IBM Web Take-Off - Teil 2: Lufthansa Kundenportal

Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag von Karsten Krämer von der Lufthansa, der über Lufthansa.com und andere LH-Seiten wie Miles & More äußerst spannend berichtete und auch darlegte, wie geschäftskritisch und finanziell interessant Corporate Web Sites sein können.

Schon im April 1996 startete die Lufthansa ihre Website, damals vor allem aus Marketinggründen. Im November desselben Jahres richtete man zudem eine selbst entwickelte Buchungssoftware ein. Im Jahr 2001 erreichte die selbst entwickelte Buchungssoftware ihre Kapazitätsgrenzen, so dass man sich nach einer neuen Lösung umzuschauen begann. Acht Jahre nachdem Start der Lufthansa Homepage schloss man dann einen Vertrag mit IBM und Amadeus (Buchungssoftware) um den Web-Auftritt der Lufthansa neu zu entwickeln.

Die Ziele der Neuentwicklung waren eine Verbesserung der Customer Online-Experience, Steigerung der Plattform Skalierbarkeit, Reduzierung von Time-To-Market, sowie eine höhere Profitabilität.
All diese Zielgrößen und Definitionen führten dazu, dass lufthansa.com heute der drittgrößte und kosteneffizienteste Vertriebskanal der Lufthansa und so wird 2010 das Online-Portal 20% am Ticketverkauf der Lufthansa erreichen.

Ein wichtiger Baustein zu diesem Erfolg ist die Strategie, für mehrere Marken ein und dieselbe Portalsoftware zu verwenden, so entstehen Synergieeffekte und die Navigation auf den einzelnen Seiten des Konzerns wird für den Kunden vereinheitlicht und damit vereinfacht. Die Schlüsselfunktion des Portals ist darüber hinaus der Online-Ticket-Verkauf. Dafür gibt es verschiedene Masken die nach den variierenden Vorlieben der Kunden aufgebaut sind. So kann man zum Beispiel entweder nach bestimmten Flugzeiten suchen oder nach möglichst günstigen Flügen. Zum Buchen der Flüge wurde dafür die Buchungssoftware Amadeus integriert.

Dazu ermöglicht das Portal die Möglichkeit eines Online-Check-Ins, was die Möglichkeit beinhaltet seine Sitzplätze zu buchen und den Boarding Pass auszudrucken. Aktuell nutzen ca. 16.000 Kunden die Online-Check-In Möglichkeit. Tendenz stark steigend.  Weitere Funktionen des Portals sind die Möglichkeit der Eingliederung von CMS, CRM und Loyalty Systemen. Die Miles & More Integration ermöglicht das flexible Suchen nach Angeboten von über 285 Miles & More Partnern.

Unter dem Begriff “One-Stop-Shopping” werden die Nutzungsrechte zwischen IBM und  Lufthansa definiert. Dabei hat die Lufthansa einen einzelnen Vertrag mit IBM welcher mit Service Levels und Requirements verwaltet und abgestuft wird. IBM ist dafür für das reibungslose Zusammenspiel der Services, Infrastruktur und Software zuständig. Das System bestand seine Feuertraufe beim verheerenden Vulkanausbruch auf Island im April 2010, als es das einzige Lufthansa Kommunikationssystem blieb, das während der gesamten Ausfallzeiten nicht überlastet zusammengebrochen ist.

Mit Hilfe von IBM’s Portalsoftware arbeitet Lufthansa weiter daran die Kundenzufriedenheit zu verbessern und strebt mit der aktuellen IBM Lösung Kosteneinsparungen in Höhe von 20 % an.

Die vollständige Präsentation gibt es hier

Mittwoch, 22. September 2010

Review des IBM WebTake-off - Teil 1: IBM Project Northstar

Wie versprochen, hier nun der erste Teil unserer Nachberichterstattung vom IBM Web Take-Off am 16. September 2010 in Frankfurt. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es hierzu einige Überlegungen. Wie z.B. soll die Zukunft der Webseiten beleuchtet werden und zum anderen welche Bausteine müssen oder sollten in Zukunft auf den Webseiten vertreten sein? Wie sollen Social Media Inhalte in Zukunft auf Webseiten integriert werden? Auf welche Inhalte sollte man sich konzentrieren? Können gar Social Media Inhalte oder Dienste die herkömmlichen Webseiten ersetzen? Andreas Schulze-Kopp von IBM meint in dem Zusammenhang:
“Ich denke, dass man zumindest den letzten Punkt mit “Nein” beantworten kann. Die herkömmlichen Webseiten werden nicht gänzlich durch neue (Social Media) Dienste ersetzt werden können. Es kommt auf die richtige Kombination und die sinnvolle Ergänzung an. Social Media Inhalte sorgen, richtig und sinnvoll auf den Webseiten eingesetzt, für den aktuellen Touch. Sie ermöglichen die direkte und unkomplizierte Kommunikation in beide Richtungen.”
Der heutige Post dreht sich dabei rund um das IBM Project Northstar im Zusammenhang mit einer intelligenteren und direkteren Kundeninteraktion. Zudem war der Take-Off auch ein Teil und Auftakt des weltweiten Launches der IBM Customer Experience Suite:
“Die IBM Customer Experience Suite ist eine Suite, mit der man Webseiten mit modernsten Technologien zugeschnitten auf die Kundenbedürfnisse ansprechend gestalten und optimieren kann,”
meint Stefan Pfeiffer, der die gesamte Veranstaltung sehr engagiert und sehr gelungen moderierte.

Was ist also das IBM Project Northstar und welche künftigen Rollen spielen die Kunden darin ?
Im einzigen Vortrag auf Englisch ging Douglas J. Geiger, Director Portal Development, IBM, näher auf diese Fragestellungen ein. Wir haben uns dabei das Recht vorbehalten, die Zusammenfassung dieses Beitrags ebenfalls in englischer Sprache zu verfassen.


By today C-Suite demands, Customer expectations and Online usage trends, as part of the Exceptional Web Experience have risen to a strategic priority. The return on growth therefore seems to be the top C-Suite priority.
”In 2009, CEOs initially placed cost cutting at the top of their priorities to cope with the sudden and severe recession.  In 2010, the focus for 71% of business leaders is a return to revenue growth.” (Gartner 2010)
According to the IBM Global CEO Study 2010 high-performing companies differentiate themselves in embodying creative leadership, building operating dexterity and reinventing customer relationships. The recommendations given are to honor your customer above all else, use two-way collaboration to sync with customers and to profit from the explosion of explosion. Online usage trends also highlight the highspeed rise of smartphones with the booming mobile web explosion taking place. With all this taking place, customer expectations have shifted to more relevant & personalized individual needs, being able to engage in any certain manner and be online when and where needed. Let’s take a quick look on the business value  that an Exceptional Web Experience should deliver:

  • Adapting to new opportunites: Marketing & business tooling; Fast time to market; Measure & optimize, don’t fire & forget
  • Delighting customers: Engaging; Relevant; Turstworthy; Portable
  • Creating sustainable differentiation: Ability to differentiate using compelling and unique experiences combined with open, scalabe, extensive technologies that can be sustained over time
  • Leverging investments: Enterprises have deep business value in existing investments waiting to be unlocked
  • Deliver: Scale when you need it and warp around your customers

Here is where IBM’s Project Northstar comes into play. Designed as IBM’s vision for Exceptional Web Experience, its basic parts are to create a multi-year strategy to be the standard for customer-facing experiences as well as being responsive to technology convergence and advances. Taking a look on the engagement level there are 7 basic areas the project tries to cover:

  • Create Dynamic, Engaging Web Experiences that Wow Your Customers
  • Target the Right Experience to the Right User via the Right Channel at th Right Time
  • Improve Customer Loyalty by Enabling Users to Socialize
  • Optimize the Customer Experience to Maximize Results
  • Realize Your Business Goals
  • Reach Customers Across Multiple Challens- Mobile, Web, Kiosk, Email
  • Integrate Across Heterogenous Systems to Deliver New Value

So the main characteristics that IBM attached to its Customer Experience Suite would be engaging, personalized, conversational, everywhere, empowering and integrated. At last to say is that the the complete IBM Project Northstar Offerings consist out of the parts:

  • IBM Customer Experience Suite
  • IBM Value-and Partner added Modules
  • Industry Solutions and Templates
  • Services and Support 

The full presentation you can view here 

Review des IBM Web Take-Off - Teil 1: Unternehmen im Web von heute: Der Kunde im Mittelpunkt

Der darauffolgende Beitrag von Dr. Martin Welsch: “Unternehmen im Web von heute: Der Kunde im Mittelpunkt,” beschäftigte sich mit den Themen:

  • Was ist das Web von heute
  • Kunde das (un-)bekannte Wesen
  • Mitarbeiter sind auch Menschen
  • Erfahrungen, Erwartungen und Kompetenzen die den gesamten Lebensbereich umspannen

und so Einfluss auf die Arbeit und das Konsumverhalten der Menschen haben.

Zunächst wurden einige Basics genannt. Zum Beispiel leben aktuell ca. 6,6 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Das heißt auch, dass ungefähr 99% aller jemals gelebten Wissenschaftler heute leben und forschen. Dies erklärt sicherlich auch die sich enorm beschleunigende Entwicklung in der näheren Vergangenheit und in Zukunft.

Anschließend ging Dr. Martin Welsch kurz auf die qualitative Entwicklung des Internets ein. Begonnen als Forschungsnetzwerk, wurde es durch die Entwicklung der Email, über das WWW, über eCommerce Applikationen zum heutigen Internet, in dem Entwicklungen wie Communities, Web 2.0 und Semantic Web die Zukunft bestimmen.

Die “Soziale Software” des Web 2.0 hat laut Welsch unser Leben verändert und wird es weiter verändern. Durch den Mitmacheffekt werden Teilnehmer dazu animiert ihr Wissen mit der Allgemeinheit zu teilen, so entsteht ein Mehrwert für alle Nutzer. Dienste wie Online Marktplätze, Blogs, Fotoalben und Wikis bestimmen zunehmend das Bild des Internets und eines haben alle Anwendungen gemeinsam: “Die Einfachheit aus Benutzersicht gewinnt gegenüber der komplexen Funktionalität.

So findet unser tägliches Leben zunehmend im Internet statt. Wir nutzen die sozialen Medien was dazu führt, dass wir unser Wissen, sogar unser ganzes Leben zum Teil anders ordnen und organisieren. Seien dies die Lesezeichen die wir in Social Bookmarking Diensten mit anderen teilen oder unsere Bilder die wir bei Flickr speichern.

Dies führt zu einem neuen Denken, bei dem das “Volk” die Macht bekommt. Der Mehrwert der Gruppen quasi, der sich durch die neuen Technologien wesentlich einfacher umsetzen lässt, als jemals zuvor. Denn die Idee an sich ist nicht neu. Schon im alten Griechenland wurde das “Collaborative Innovation” angewandt, nicht ganz ohne Erfolg wie wir meinen.

Diese Entwicklungen führen dazu, dass heute in Facebook ca. 500 Millionen Menschen ihr digitales Zuhause eingerichtet haben und sich so mit Freunden unterhalten, verabreden, zusammen spielen oder ganz allgemein Informationen auszutauschen.  Facebook-Nutzer verbringen heute 700 Milliarden Minuten pro Monat auf Facebook, dies macht Facebook zur meistbenutzten “Zeitverschwendung” im Netz.

Am 15. März 2010 überholte Facebook Google bei den meisten Besuchen pro Tag und ist damit heute die meist aufgerufene Seite im Internet. Eine Entwicklung die der Dynamik sozialer Netzwerke Rechnung trägt
Dies führt nun dazu, dass sich durch die Verwendung dieser “Sozialen Medien” die Denkstrukturen der Menschen ändern werden. Der Treiber dieser Entwicklung ist aber nicht primär die Arbeitswelt wie bei vorangegangenen Entwicklungen, sondern vielmehr der private Sektor. Hierin liegen aber auch die neuen Chancen meint Dr. Martin Welsch.

Was bedeutet das technologisch und strategisch?

Das Anforderungsprofil verändert sich, es wird notwendig viele verschiedene Wege zu gehen. Von der reinen Informationsdarstellung bis hin zu hoch interaktiven Sozialkomponenten wie Blogs, Wikis, Chats, etc. muss mehr und mehr angeboten werden. Auch die Verknüpfung solcher Tools mit Anwendungen wird zunehmend als selbstverständlich vom Kunden angesehen.

Dazu benötigt es natürlich wie so immer im Leben einer klaren Vision. Es muss deutlich und klar definiert sein, wohin der Weg mittelfristig gehen soll. Was man selbst erarbeiten kann und was man besser an fremde Dienstleister “outsourced”. Vor allem muss aber auch klar sein, welche Leistungen man ohne Risiko vergeben kann ohne seine Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.

Alle diese Überlegungen spielten wie Dr. Martin Welsch erzählte bei der Entwicklung von IBMs Customer Experience Suite eine Rolle und sind in die Umsetzung eingeflossen.

Die Präsentation des Vortrages kann man hier finden.

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