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Freitag, 13. August 2010

Lufthansas eTeaming & Social Media beim 4. Twittwoch in Stuttgart mit Tornado Special

Im Rahmen des 4. Stuttgarter Twittwochs, der am 4. August im Stuttgarter Mercedes Benz Museum statt fand, stellte die Lufthansa vertreten durch Klaus Lukas und Dr. Thorsten Wingenter, ihre Erfahrungen bei der internen Nutzung von Web 2.0 vor.

Wie wichtig die eigene Präsenz von Unternehmen im Umgang mit Social Media in sozialen Netzwerken geworden ist, zeigt sich nicht nur an dem Beispiel von United Airlines, wo einem Passagier auf seinem Flug die Gitarre beschädigt wurde und United sich weigerte Schadensersatz zu leisten. Mittlerweile haben auch andere Unternehmen wie Nestle, Jack Wolfskin oder auch BP die Social Media Macht der Masse zu spüren bekommen. Im Falle von United hatte der Betroffene kurzerhand ein eigenes Musikvideo über den Vorfall produziert und über YouTube online gestellt. Bis heute ist die Zahl der Views des Videos auf über 9 Millionen gestiegen.

Anders als beim Lufthansa-eigenen Intranet, welches Top-Down eingeführt wurde, war es bei der Integration von Social Media Applikationen eine Bottom-Up Strategie. In Zusammenarbeit mit JiveSoftware entwickelte die Lufthansa ihre eTeaming Plattform welche am 23. April 2010 auf dem 7. IIR Technology Web 2.0 Kongress in Frankfurt mit dem Award für "Beste interne Kommunikationsstrategie" ausgezeichnet wurde.
"Lufthansa hat den Mut und die Weitsicht bewiesen, eine brandaktuelle Form der Kommunikation und der Zusammenarbeit in einem Konzern zu etablieren und so die klassischen Kommunikationswege zu ergänzen." (Jörg Bienert, empulse GmbH) 
Im Kern ist eTeaming ein Tool für die effektive und asynchrone Zusammenarbeit in Arbeits- und Projektgruppen, dass die interne Unternehmenskommunikation fördert und den Mitarbeitern hilft auf das Wissen des Unternehmens schnell und effektiv zuzugreifen. Der Erfolg des Systems zeigt sich auch daran, dass es aktuell laut Klaus Lukas von über 25.000 Lufthansa Mitarbeitern rund um den Globus genutzt wird und steigende Beliebtheit geniest.

Beispiele von eTeaming Elementen (einzelnen Community Spaces) sind:

  • Digital Innovators Club
  • Fuel Efficiency
  • Crowd Sourcing
  • Gruppe Everything Social Media
  • Blackberry World
  • Diensttauschbörse (Ablöse von Prozessen und Schwarzen Brettern)

Wichtig für den Erfolg  ist laut Lufthansa vor allem, dass die Plattform „eTeaming“ für die gesamte LH Gruppe verfügbar gemacht wurde und so das gesamte Konzernwissen der verschiedenen Geschäftsbereiche genutzt werden kann.

Lessons learned by Lufthansa:


  • Social Software ist reif für den Einsatz in großen Unternehmen (IT drives Business).
  • Akzeptanz in Unternehmen wie Lufthansa ist groß; stetig wachsende Zunahme der Nutzer (Business drives IT).
  • Physische Beziehungsbildung (klassische Meetings, Kickoffs, …) nach wie vor sehr wichtig.
  • Für die neue Form der Zusammenarbeit gibt es kein klassisches Äquivalent. Räume/Gruppen innerhalb der Plattform bedürfen eines aktiven Treibers (Community Manager). Ziel: Einbindung und Förderung der Zusammenarbeit der LH Gruppe.

Ein weiteres Social Media Produkt das die Lufthansa sehr erfolgreich eingeführt hat ist MySkyStatus, dort können Nutzer von Twitter und Facebook ihre Flugdaten hinterlegen. MySkyStatus versorgt ihre Abonnenten dann während des Fluges mit Informationen zum Reiseziel des jeweiligen Kunden, völlig automatisch, auch wenn dieser im Flugzeug kein Netz hat. Diese Art von Tracking-System birgt allerdings auch Risiken. So ist es für jeden Nutzer dieser Anwendung praktisch möglich zu erfahren, dass Herr Mustermann gerade auf dem Weg nach New York ist und sein Haus völlig unbeaufsichtigt darauf wartet, seiner Wertgegenstände entledigt zu werden. Eine Gefahr auf die auch die Seite pleaserobme.com aufmerksam machen will.

Nachdem der Vortrag der Lufthansa zu Ende war, bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit Zeuge des weltweit größten künstlich erzeugten Tornados im Mercedes Benz Museum zu werden, der durch die schiere Kraft der Entrauchungsanlage erzeugt wurde. Das Video sowie Fotos zum Tornado gibt es hier.

written by Milos Vujnovic & Tobias Brenner 

Dienstag, 11. August 2009

Die Zeit ist reif !

Nachdem nun einige Zeit vergangen ist und der ein oder andere sich sicherlich schon gedacht, dass von mir nichts mehr kommt, hier nun endlich ein Update! In den letzten Wochen war ich sehr intensiv damit beschäftigt, Material für Fallstudien zum Thema Enterprise 2.0 aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenzutragen, um eine möglichst große und differenzierte Informationsbasis für die Analysen zur Verfügung zu haben. Mittlerweile ist die Fallstudiensammlung auf 20 Unternehmensbeispiele aus sieben verschiedenen Branchen angewachsen. Die Fallbeispiele stammen aus den Branchen Informationstechnologie, Telekommunikation, Industrie, (IT)-Beratung, Transport, Finanzdienstleistungen sowie Bekleidung. Es lässt sich erkennen, dass der größte Teil der Enterprise 2.0-Fallstudien aus dem Bereich der IT-Branche (Information, Hardware, Software, Elektronik, Unterhaltung) kommt, es aber zwischenzeitlich auch erste vereinzelte Beispiele aus anderen Branchen gibt.

Anhand des folgenden Charts lässt sich die Branchenverteilung über alle Fallstudien erkennen:

Die nächste Überlegung war nun, diese Fallstudien in zwei Gruppen zu unterteilen, nämlich in Fallstudien aus dem deutschsprachigen Raum sowie internationalen Fallstudien. Ich möchte zwar den Schwerpunkt meiner Untersuchungen auf die Einführungsstrategien von Enterprise 2.0 bei Unternehmen im deutschsprachigen Raum legen. Aber es war schnell zu erkennen, dass die „Leading Edge“-Unternehmen, was die Implementierung von Social Software, Web 2.0 im Unternehmen oder Enterprise 2.0 betrifft, eher global agierende Unternehmen sind.


Im Hinblick auf die Größenverteilung (gemessen am Umsatz) ergibt sich folgende Verteilung der Fallstudien:


Das Material für die Fallstudien stammt aus sehr heterogenen Quellen. Neben ausgearbeiteten Fallstudien, die man bei

findet gibt es im Internet zunehmend Präsentationen sowie Audio- und Videointerviews, in denen Unternehmensvertreter auf das Thema eingehen. Als weitere Quellen für Fallstudienmaterial konnte ich die Dokumentation der Praxisbeispiele von zwei Enterprise 2.0-Foren im Herbst des letzten und im Frühjahr dieses Jahres nutzen. Da über die Ergebnisse dieser Veranstaltungen auch in Fachblogs berichtet wurde habe ich auch diese Sekundärinformationen genutzt.

Zur Auswertung der Fallstudien habe ich ein Erhebungsschema entwickelt, das sechs Themen umfasst:
  • Strategische Zielsetzungen
  • Technologieklassen
  • Einsatzbereiche entsprechend dem Social Software Quadranten
  • Betriebliche Anwendungsfelder
  • Einsatzreichweite (Gruppe/Team, Netzwerk, Kollektiv)
  • Initiatoren
Obwohl ich jetzt bereits eine gute Basis an Fallstudien habe, bin ich natürlich an Hinweisen auf weiteres Fallstudienmaterial interessiert. Insbesondere wenn es Unternehmen außerhalb der Informationstechnologie-Branche sind, die sich mit der Einführung von Enterprise 2.0 beschäftigen.

Ich mache mich jetzt in der kommenden Zeit verstärkt an die Auswertung der vorhandenen Fallstudien und werde in den kommenden Woche hier etwa mehr über mein Erhebungsschema und andere Analysen aus dem Enterprise 2.0-Kontext berichten, auf die ich bei meinen Recherchen gestoßen bin.

Disqus for Enterprise 2.0 & Social Media Strategies