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Donnerstag, 2. September 2010

Spreed & Emopedia auf dem 5. Twittwoch in Stuttgart

Der heutige Twittwoch wurde in drei Teile gegliedert. Zunächst stellte Tina Buhr von der Struktur AG ihr neues Webconferencing Tool "Spreed" vor. Anschließend folgte eine kurze anschauliche Fallstudie von Alexander Beck von der Emopedia OHG. Und zum Abschluss gab es von Markus Besch noch Neuigkeiten aus der Twitter und Social Media Szene.

Spreed ist eine neue Möglichkeit webbasiert und Plattform- unabhängig Webmeetings (Webconferencing) zu organisieren. Alles was man hierfür benötigt ist ein Xing Account und die nötige Zugangsberechtigung die man sich bei Frau Buhr erfragen kann. Besonders interessant fanden wir hierbei, dass Sie uns die Möglichkeit gab direkt über eine Art Token auf Ihrer Visitenkarte, via Smartphone auf ihr Xing Profil zu gelangen. Die Webmeetings sind soweit wir es verstanden haben für bis zu drei gleichzeitig teilnehmende Personen kostenlos, sowie bei einem Upgrade auf das kostenpflichtige Profil, für bis zu fünf Personen. Damit stellt Spreed, da webbasiert, endlich eine sinnvolle online Alternative zu Skype dar. Zumal noch weitere Funktionen, wie bspw. das Mindmapping integriert sind. Frau Buhr hält zudem noch Seminare & Webinare rund um das Thema Spreed und versucht auch auf diese Weise, dass weitere Marketing voranzutreiben.  Weitere Vermarktungskanäle von Spreed sind Twitter (@SpreedMeetings) und Facebook SpreedMeetings. Zur Spreed Applikation auf Xing geht es hier.

Anschließend stellte Alexander Beck, von der Emopedia OHG die Markteinführung eines neuen Unternehmens mit Hilfe von Social Media Marketing vor. Konkret ging es dabei um die Einführung des unbekannten Lifestyle Produkts SixCup. Die Emopedia wurde im Januar 2010 gegründet und ist spezialisiert auf Eventmanagement und Incentives, im speziellen den Verkauf von Lifestyle Produkten. Die Herausforderung von Emopedia ist dabei in einer stark besetzten Branche mit einem kleinen Marketingbudget und geringen personellen Ressourcen zu bestehen.

Warum also Social Media ?

Soziale Netzwerke gewinnen immer mehr an Bedeutung und die für Emopedia relevante Zielgruppe ist mittlerweile stark in diesen Netzwerken vertreten. Auf diese Art kann die Zielgruppe mit einem kleinen Budget zielgerichteter angesprochen werden und durch die Wandlung von Monolog zum Dialog kann das Feedback zeitnah nachverfolgt  werden. Alexander Beck erhofft sich dadurch einen einfacheren Aufbau seines Informationsnetzwerks, nicht zuletzt um den eigenen Content schnell und massiv im Web bekannt zu machen. Die eingesetzten Techniken sind eine automatische Übertragung der Blogs an die personalisierte Facebook Firmenstartseite sowie eine Weiterleitung an Twitter (@emopedia) und an Xing. Die Schwierigkeit besteht in der Aufwendung von Zeit und Budget um die Netzwerke auch tatsächlich mit Inhalt zu befüllen. Hierfür werden weitere personelle Ressourcen benötigt, was einer Verschiebung des klassischen Marketingbudgets gleich kommt. 
Weitere Ziele von Emopedia sind die Beschaffung von eigenem interessanten Content, eine Budgeterweiterung für gezielte Fan Werbung (Fanrallye) sowie Sonderaktionen nur für Facebook Fans und Twitter Follower. Die Gestaltung des Webcontent soll durch eine Marketingagentur übernommen werden. Vom Publikum kritisch angemerkt wurde, dass die persönliche Authentizität in Social Media gewahrt werden müsse und das gute Twitter Arbeit nur einem strategischen Redaktionskonzept einhergehen kann. Die Infos müssen dabei zur Marke passen und den Dialog anheizen.
Weiteres Ziel ist die  Gewinnung von Friends und Followern in gewünschter Größenordnung 1000+ bis zum 31.12. 2010. Wir wünschen dabei viel Glück!

Neues aus der Twitter und Social Media Szene:


Als erstes wurde mit Quirky eine Plattform vorgestellt, welche als virales Projekt an den Start ging. Ziel ist es das Publikum in den Entstehungsprozess von Produkten und Services einzubeziehen. Eine kurze Beschreibung was Quirky ist und wie es funktioniert kann man dem nachfolgendem Video entnehmen.
Quirky in 50 Seconds:



Anschließend folgte eine Übersicht über die Top Ten der von Twitternutzern meist verlinkten deutschsprachigen Websites

Als nächstes wurde eine Grafik gezeigt mit den 15 beliebtesten Twitter Clients weltweit, wo wie zu erwarten Tweetdeck nach wie vor den 1. Platz einnimmt.


Eine ergänzende Liste mit 142 weiteren Twitter Clients kann man hier einsehen.

Weiter ging es mit einer kurzen Erläuterung von Hootsuite. Das Interessanteste dabei ist die Möglichkeit redaktionelle Teams zu erstellen und diese Tweetdeck-ähnlich darzustellen. Die Begrenztheit auf vier Spalten bildet aber eine zentrale Einschränkung der Funktionalität. Während der Vorstellung machten Twitternutzer aus dem Publikum allerdings darauf aufmerksam das Hootsuite nur noch eine begrenzte Zeit zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung stehen wird und dass die iPhone App für Hootsuite unbrauchbar sein soll.

Alles in allem war auch der 5. Twittwoch wieder mal ein interessanter Abend. Hier gibt’s die Fotos vom Twittwoch.  Und zum Abschluss noch eine Buchempfehlung.

Social Media: “ Wie Sie mit Twitter, Facebook & Co. Ihren Kunden näher kommen”

Freitag, 13. August 2010

Lufthansas eTeaming & Social Media beim 4. Twittwoch in Stuttgart mit Tornado Special

Im Rahmen des 4. Stuttgarter Twittwochs, der am 4. August im Stuttgarter Mercedes Benz Museum statt fand, stellte die Lufthansa vertreten durch Klaus Lukas und Dr. Thorsten Wingenter, ihre Erfahrungen bei der internen Nutzung von Web 2.0 vor.

Wie wichtig die eigene Präsenz von Unternehmen im Umgang mit Social Media in sozialen Netzwerken geworden ist, zeigt sich nicht nur an dem Beispiel von United Airlines, wo einem Passagier auf seinem Flug die Gitarre beschädigt wurde und United sich weigerte Schadensersatz zu leisten. Mittlerweile haben auch andere Unternehmen wie Nestle, Jack Wolfskin oder auch BP die Social Media Macht der Masse zu spüren bekommen. Im Falle von United hatte der Betroffene kurzerhand ein eigenes Musikvideo über den Vorfall produziert und über YouTube online gestellt. Bis heute ist die Zahl der Views des Videos auf über 9 Millionen gestiegen.

Anders als beim Lufthansa-eigenen Intranet, welches Top-Down eingeführt wurde, war es bei der Integration von Social Media Applikationen eine Bottom-Up Strategie. In Zusammenarbeit mit JiveSoftware entwickelte die Lufthansa ihre eTeaming Plattform welche am 23. April 2010 auf dem 7. IIR Technology Web 2.0 Kongress in Frankfurt mit dem Award für "Beste interne Kommunikationsstrategie" ausgezeichnet wurde.
"Lufthansa hat den Mut und die Weitsicht bewiesen, eine brandaktuelle Form der Kommunikation und der Zusammenarbeit in einem Konzern zu etablieren und so die klassischen Kommunikationswege zu ergänzen." (Jörg Bienert, empulse GmbH) 
Im Kern ist eTeaming ein Tool für die effektive und asynchrone Zusammenarbeit in Arbeits- und Projektgruppen, dass die interne Unternehmenskommunikation fördert und den Mitarbeitern hilft auf das Wissen des Unternehmens schnell und effektiv zuzugreifen. Der Erfolg des Systems zeigt sich auch daran, dass es aktuell laut Klaus Lukas von über 25.000 Lufthansa Mitarbeitern rund um den Globus genutzt wird und steigende Beliebtheit geniest.

Beispiele von eTeaming Elementen (einzelnen Community Spaces) sind:

  • Digital Innovators Club
  • Fuel Efficiency
  • Crowd Sourcing
  • Gruppe Everything Social Media
  • Blackberry World
  • Diensttauschbörse (Ablöse von Prozessen und Schwarzen Brettern)

Wichtig für den Erfolg  ist laut Lufthansa vor allem, dass die Plattform „eTeaming“ für die gesamte LH Gruppe verfügbar gemacht wurde und so das gesamte Konzernwissen der verschiedenen Geschäftsbereiche genutzt werden kann.

Lessons learned by Lufthansa:


  • Social Software ist reif für den Einsatz in großen Unternehmen (IT drives Business).
  • Akzeptanz in Unternehmen wie Lufthansa ist groß; stetig wachsende Zunahme der Nutzer (Business drives IT).
  • Physische Beziehungsbildung (klassische Meetings, Kickoffs, …) nach wie vor sehr wichtig.
  • Für die neue Form der Zusammenarbeit gibt es kein klassisches Äquivalent. Räume/Gruppen innerhalb der Plattform bedürfen eines aktiven Treibers (Community Manager). Ziel: Einbindung und Förderung der Zusammenarbeit der LH Gruppe.

Ein weiteres Social Media Produkt das die Lufthansa sehr erfolgreich eingeführt hat ist MySkyStatus, dort können Nutzer von Twitter und Facebook ihre Flugdaten hinterlegen. MySkyStatus versorgt ihre Abonnenten dann während des Fluges mit Informationen zum Reiseziel des jeweiligen Kunden, völlig automatisch, auch wenn dieser im Flugzeug kein Netz hat. Diese Art von Tracking-System birgt allerdings auch Risiken. So ist es für jeden Nutzer dieser Anwendung praktisch möglich zu erfahren, dass Herr Mustermann gerade auf dem Weg nach New York ist und sein Haus völlig unbeaufsichtigt darauf wartet, seiner Wertgegenstände entledigt zu werden. Eine Gefahr auf die auch die Seite pleaserobme.com aufmerksam machen will.

Nachdem der Vortrag der Lufthansa zu Ende war, bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit Zeuge des weltweit größten künstlich erzeugten Tornados im Mercedes Benz Museum zu werden, der durch die schiere Kraft der Entrauchungsanlage erzeugt wurde. Das Video sowie Fotos zum Tornado gibt es hier.

written by Milos Vujnovic & Tobias Brenner 

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